Palliativversorgung

Schwerstkranke und sterbende Menschen brauchen eine Versorgung, die nicht nur auf die Erkrankung schaut, sondern sie in Ihrer ganzen Lebenssituation sieht – mit ihren körperlichen Beschwerden, seelischen Belastungen, sozialen Beziehungen und dem Wunsch nach Selbstbestimmung und Würde. Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) und die stationäre Hospizversorgung sind dafür unverzichtbar.

Richtlinie regelt Begutachtung des Medizinischen Dienstes 

Der Medizinische Dienst prüft im Auftrag der Krankenkassen, ob die medizinischen Voraussetzungen für diese Leistungen im Einzelfall vorliegen. Die Beratung und Begutachtung der Medizinischen Dienste regelt die Begutachtungsrichtlinie „Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) und stationäre Hospizversorgung“. Diese hat der Medizinische Dienst Bund im Februar 2026 erlassen. Sie ist seit dem 27. März 2026 in Kraft. 

Begutachtung nach einheitlichen Kriterien 

Die Richtlinie erläutert die medizinischen Voraussetzungen für die spezialisierte ambulante Palliativversorgung und die stationären Hospizversorgung. Sie benennt zudem Qualitätskriterien für die zu erstellenden Gutachten. Damit bildet die Richtlinie die Grundlage für die sozialmedizinische Beratung und Begutachtung nach einheitlichen Kriterien. 

Im Fokus: Schwerstkranke Kinder und Jugendliche 

Einen besonderen Stellenwert in der aktuell geltenden Richtlinie hat die Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen. Erweiterte medizinische Möglichkeiten haben in den vergangenen Jahren zum Teil zu einer deutlichen Lebensverlängerung bei schwerstkranken Kindern und Jugendlichen geführt und damit zugleich die Anforderungen an eine spezialisierte, entwicklungsgerechte und familienzentrierte Palliativversorgung erheblich verändert.

Dokumente zum Thema

  • Richtlinie Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) und stationäre Hospizversorgung

    Richtlinien / Grundlagen der Begutachtung

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  • Fragen und Antworten zur Palliativversorgung

    Info-Papier

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  • Ein starkes Netz fürs Lebensende

    MDK forum

    Trotz großer Fortschritte auf dem Gebiet der Palliativversorgung gibt es Handlungsbedarf: Gerade in strukturschwachen Gebieten sind noch Versorgungslücken zu schließen. Eine stärkere Koordination und Vernetzung könnte die Versorgung weiter verbessern. Und mitunter mangelt es an Aufklärung und Informationen über Angebote und Möglichkeiten der Palliativversorgung. Beitrag von Dr. Silke Heller-Jung, freie Journalistin, im MDK forum 1-2021.

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  • Gute Palliativversorgung ist mehr als gute Palliativmedizin

    MDK forum

    Internationale Vergleiche der Palliativmedizin sind hilfreich, sagen aber nicht alles über die Art der nationalen Versorgung. Deutschland steht nach Ansicht von Experten besser da als viele Vergleiche zeigen. Beitrag von Christian Beneker, freier Journalist, veröffentlicht im MDK forum 1-2021.

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  • Die Verantwortung der Medizinischen Dienste

    MDK forum

    Ist eine besonders aufwendige Palliativversorgung notwendig, kann eine spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) verordnet oder eine Hospizversorgung beantragt werden. Dann erstellt der Medizinische Dienst im Auftrag der Krankenkassen eine Begutachtung. Beitrag von Dorothee Buschhaus, Redakteurin der MDK-Gemeinschaft, veröffentlicht im MDK forum 1-2021.

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  • Pluspunkt Palliativkultur

    MDK forum

    Die palliative Versorgung in Pflegeheimen sollte mit dem Hospiz- und Palliativgesetz spürbar verbessert werden. Gelungen ist das bis heute längst nicht überall. Beitrag von Birgitta vom Lehn, freie Journalistin, im MDK forum 1-2021.

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  • Tagsüber im Hospiz, abends daheim

    MDK forum

    Tageshospize bilden eine Schnittstelle zwischen ambulanter und stationärer Hospizversorgung. Ein aktuelles Forschungsprojekt an der Medizinischen Hochschule Hannover analysiert den Bestand und Bedarf. Beitrag von Larissa Nubert, Mitarbeiterin beim MDK Bayern, veröffentlicht im MDK forum 1-2021.

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  • Wenn Kinder sterben müssen

    MDK forum

    Etwa 50.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland leben mit einer unheilbaren, lebensbegrenzenden Krankheit. Rund 5.000 sterben jährlich daran. Kinderhospize unterstützen Betroffene und ihre Familien ab dem Zeitpunkt der Diagnose. Beitrag von Anja Lang, freie Journalistin, veröffentlicht im MDK forum 1-2021.

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  • Weil Sterben auch Leben ist

    MDK forum

    Manchmal ist es ein Lied, ein Händedruck, eine Umarmung, ein Lächeln – bei der Begegnung mit sterbenden schwerstkranken Menschen kommt es darauf an, ohne Angst sein Herz zu öffnen und so womöglich einen besonderen Moment zu schaffen. Beitrag von Miriam Brenner, Bestatterin und Bloggerin, veröffentlicht im MDK forum 1-2021.

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Dr. Joan Elisabeth Panke

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Letzte Änderung:

01.04.2026